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Interkulturelle Kompetenz (Definition):

DefinitionUnter interkultureller Kompetenz versteht man allgemein die Fähigkeit, sich auf Individuen und Gruppen anderer Kulturen einzustellen und mit ihnen auf erfolgreiche und angemessene Weise zu interagieren. Voraussetzung dafür sind nicht nur rein geographische und sprachliche Kenntnisse, sondern auch das Wissen über die verschiedenen Verhaltens- und Kommunikationsmuster fremder Kulturen. Vor allem durch den zunehmenden Prozess der Globalisierung und die Öffnung neuer, internationaler Märkte gewinnt interkulturelle Kompetenz immer mehr an Bedeutung und ist ein wesentlicher Grundstein für erfolgreiche Auslands-Geschäfte.

Wer in einem international operierenden Unternehmen arbeitet und häufigen Kontakt mit ausländischen Kunden oder Mitarbeitern hat, sollte deswegen über grundlegendes Wissen über Religion und Essgewohnheiten, Tischmanieren und wichtige Aspekte wie Pünktlichkeit, Höflichkeit und Begrüßung oder besondere Sprachgewohnheiten verfügen. Neben reinem Faktenwissen zählen vor allem auch Fähigkeiten wie emotionale Kompetenz und interkulturelle Sensibilität zu den Grundvoraussetzungen für interkulturelle Kompetenz.

Das heißt zum einen: Verständnis für andere Verhaltens- und Lebensweisen und Denkmuster zu entwickeln. Gemeint ist zum anderen aber damit auch die Fähigkeit, im interkulturellen Kontakt den eigenen Standpunkt verständlich und überzeugend zu vermitteln und von seinem Gegenüber verstanden und respektiert zu werden. Manche bringen die dazu nötigen Fähigkeiten bereits aus der früheren Lebensphasen mit, andere müssen diese durch “Enkulturation”, das heißt durch direkte oder indirekte Erziehung, erst entwickeln. Der Prozess, in dem die entsprechenden Fähigkeiten entwickelt oder gefördert werden, wird als interkulturelles Lernen bezeichnet.